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Biografie

Joachim Held gehört zu den anerkannten Lautenisten seiner Generation. Mit der unendlichen Farbigkeit seines Spieles verführt er sein Publikum zum Hinhören. Mit seiner Ausdrucksfähigkeit, die den unterschiedlichsten Stimmungen der Seele Ausdruck verleihen, berührt er in seinem Musizieren zutiefst. Als erster Lautenist ist er mit dem ECHO Klassik 2006 in der Kategorie "Beste Solistische Einspielung des Jahres" ausgezeichnet worden. Diesen Preis erhielt er für seine CD "Erfreuliche Lautenlust - Barocke Lautenmusik aus Habsburgischen Landen", veröffentlicht bei hänssler Classic.

Geboren 1963 in Hamburg, erhielt Joachim Held seine musikalische Ausbildung an der Schola Cantorum Basiliensis bei Eugen Dombois und Hopkinson Smith. Nach dem Erwerb eines "Diplom für Alte Musik" (1988) studierte er an der Musikhochschule Karlsruhe bei Jürgen Hübscher.

Der 2. Preis beim Concours Musica Antiqua des Flandern Festivals 1990 in Brügge markierte den Start seiner internationalen Konzerttätigkeit. Joachim Held ist einer der meistgefragten Continuo-Spieler. Seit 1992 wird er regelmäßig von den besten Orchestern der Welt - wie dem Mailänder Orchester Giardino Armonico u.a. für Cecilia Bartolis "Vivaldi Album" (Decca) -, dem Freiburger Barockorchester, Concentus Musicus, Concerto Köln, dem Berliner Philharmonischen Orchester sowie namhaften Dirigenten wie Giovanni Antonini, René Jacobs, Claudio Abbado und Nikolaus Harnoncourt eingeladen. Unter Nikolaus Harnoncourt musizierte er 2004 bei dessen Produktion des "King Arthur" von Henry Purcell im Rahmen der Salzburger Festspiele. Als Solist trat Joachim Held u.a. beim Musikfestival Potsdam-Sanssouci, dem Internationalen Bachfest Schaffhausen, den Schwetzinger Festspielen, den Düsseldorfer Bachtagen, den Bachtagen in Köthen, den Concerti a San Maurizio in Mailand, dem Early Music Forum Budapest, der Konzertreihe "Hausmusik" des ORF Wien, den Lute Society Concerts in London, dem "Güldenen Herbst" in Thüringen und den Händel-Festspielen in Halle an der Saale auf. Joachim Helds bisherigen Aufnahmen zeigen einen technisch überragenden Lautenisten, der zudem außergewöhnliche Imaginationskraft in die Waagschale wirft. "Er setzt die unterschiedlichen stilistischen Merkmale, die den Lebensnerv dieser Musik ausmachen, mit dem größten Geschmack um (...)" schrieb im April 2006 die amerikanische Fachzeitschrift International Record Review.

1996 erschien seine erste Solo-CD "I grandi liutisti milanesi del Cinquecento" beim Label Symphonia. Der ORF Wien stellte 2004 seine zweite Solo-CD mit deutscher Lautenmusik der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts vor. Hier widmet sich der Künstler einem Repertoire, daß leider zu Unrecht fast ganz vergessen ist.

Seit 2005 werden Joachim Helds Einspielungen weltweit von Hänssler CLASSIC präsentiert. In Koproduktion mit dem Schweizer Radio DRS2 endstand 2005 die CD "Lute Music of the Renaissance - The Schele Manuskript Hamburg 1619". Das Tabulaturbuch von Ernst Schele zählt zu den bedeutenden Handschriften für 6- und 11-chörige Laute am Ende der Renaissance, ein viel zitiertes, aber nicht erforschtes Manuskript, das Joachim Held mit seiner Laute zum Leben erweckt. Mit dieser CD stellt er eine der schönsten Sammlungen bekannter und weniger bekannter Stücke des 16. und frühen 17. Jahrhunderts vor.

Im Januar 2006 präsentierte Joachim Held bei Hänssler CLASSIC die Aufnahme "Erfreuliche Lautenlust - Barocke Lautenmusik aus Habsburgischen Landen", eine Sammlung musikalischer Juwelen aus der Feder deutscher Komponisten der Barockzeit. Wie bereits erwähnt, wurde diese CD mit dem ECHO Klassik 2006 ausgezeichnet. Sie ist der Startschuß für eine Reihe von Aufnahmen mit europäischer Lautenmusik.

In Koproduktion mit dem Deutschlandfunk Köln erschien im Juni 2006 seine CD "Deutsche Lautenmusik des Barock". Wie die vorigen Aufnahmen stellt diese CD ausgewählte Glanzstücke der Barockzeit vor, die selten aufgeführt und teilweise erstmals aufgenommen wurden.

2007 veröffentlicht das Label hänssler CLASSIC Joachim Helds Aufnahme "Che soavitá" mit italienischer Lautenmusik des Barock.

2008 erschien unter dem Titel "Musique pour le Roi" eine Aufnahme mit herausragenden Werken des französischen Barock.

2010 erscheint mit "Merry Melancholy" Joachim Helds neueste CD mit englischen Werken der Elisabethanischen Zeit.

Seit 2007 ist er Professor für Laute am Königlichen Konservatorium in Den Haag.




2010. Merry Melancholy2008. Musique pour le Roi2007. Che Soavità2007. Deutsche Volkslieder2007. Chi mi sente cantar2006. Deutsche Lautenmusik2006. Erfreuliche Lautenlust2005. Das Hamburger Schele-Manuskript2004. Nach willen dein1996. I grandi liutisti Milanesi del Cinquecento





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